1936

Seit 1933 gab es das „Dritte Reich“ mit den Nationalsozialisten als politische Macht. Ein Hoffnungsschimmer für all die vielen Arbeitslosen im Ort. Aber es gab keinen Fußballclub mehr, keine Wettspiele mehr, kein Theaterspielen mehr, keine gesellschaftlichen Ereignisse mehr, der kulturelle Niedergang stand bevor.

Jedoch die übrig gebliebenen ehemaligen FC 04ler konnten es nicht verwinden, ihren geliebten Fußballsport einfach aufzugeben, schließlich standen ja schon wieder junge Spieler auf der Matte die danach strebten, es den Alten gleich zu tun. Sie taten sich zusammen, um sich Gedanken über das weitere Schicksal des Fußballsports zu machen. Schließlich entschloss man sich zu einer Neugründung.

Nun kam das erste Problem. Für die neuen politischen Machthaber existierte der alte FC 04 nicht mehr. Das alte Denken oder Zurückblicken passte nicht in das Konzept der Nationalsozialisten. So war die Empfehlung an die neuen Initiatoren einen „Sportverein mit Unterabteilungen“ zu gründen. Sicher war es schmerzhaft den Traditionsnamen aufzugeben, aber um der Sache willen beugte man sich den Vorstellungen der neuen Machthaber.